philosophy

Ich möchte mit meinen Werken vordergründig diejenigen Menschen ansprechen die nicht der Ethik der klassischen Gesellschaft folgen. Wenn ich zurückblicke, dann kann ich behaupten, daß ich in einer reizüberfluteten, mysteriösen, unverständlichen aber zugleich wegaufzeigenden Welt aufgewachsen bin. Daher wurde mir vor geraumer Zeit klar, daß die Kunst schon immer mein Weg war, aber Gesellschaft und die Moral hatten einen anderen Weg für mich vorgesehen: ich versuchte oftmals mich zweitzuteilen um allen Anforderungen gerecht zu werden, und natürlich endete es jedes mal im absoluten Chaos.

Verwirrt und orientierungslos suchte ich nach dem Sinn in meinem Leben und scheiterte – nicht nur ein mal. Es drängte sich immer wieder auf, daß ich für die Kunst bestimmt bin, und die Kunst für mich. Kunst ist mein Heiligtum, ich habe endlich auch akzeptiert und angenommen, was ich schon sehr lange gesucht (und nun auch gefunden) habe. Dazu gehört natürlich auch, daß man sich nichts vorschreiben lässt, seinen eigenen Weg stur verfolgt, und nie nie niemals gedankenlos irgendwelchen Vorgaben folgt. Daher schreibe ich meine eigenen Regeln, deke bei Bedarf um, und lasse mir von niemandem hineinreden. Und was soll ich sagen, ich bin absolut glücklich mit mir, meiner Berufung und meiner eigenen, immer neu etstehenden Ethik. Das einzige Prinzip das ich habe ist, mich nicht von meinen eigenen Prinzipien beherrschen zu lassen.

 

Ich glaube, daß nichts auf dieser Welt (un)sterblich ist. Und ich glaube auch daß die Menschheit ihren gedankenlosen Konsum hinterfragen, und ihren Luxus mehr würdigen sollte. Zu sehen in was für einer „Wegwerf“- und Überflussgesellschaft wir leben, DAS macht mich krank. Und genau darum dreht es sich hauptsächlich in meiner Kunst. Erinnert euch an all die Opfer, die aufgrund unseres Überflusses und einer Lebensweise, die sich immer mehr weg von der Natur bewegt, ein unerfülltes, widernatürliches Leben und einen ebensolchen Tod hatten. Man kann wegsehen, verdrängen, aber am Ende holt es ein jedes Lebewesen ein.

 

Jedes Lebewesen ist Perfektion. Genau so wie es ist. Und die Perfektion an sich ergibt sich daraus, daß eben keines dieser Lebewesen wirklich perfekt ist. Das liegt in der Natur der Dinge, das allein macht Vielfalt erst möglich. Vielfalt ist Lebendigkeit, alles andere ist Monotonie.